Fragen und Antworten zum Kunstrasenprojekt
Geschätzte Freunde des FC Rafzerfeld, liebe Unterstützer unseres Kunstrasenprojektes
Wir haben untenstehend einige der häufigsten allgemeinen Fragen zum Kunstrasenprojekt zusammengetragen und werden diese Liste ergänzen, wenn ihr uns an die Adresse
Herzlichen Dank für eure Bereitschaft, euch mit dem Kunstrasenprojekt auseinanderzusetzen und ein grosses Dankeschön für eure Unterstützung.
Euer FC Rafzerfeld
Fragen zur Spende
(soweit nicht bereits unter FAQ zur Spende beantwortet)
Ich habe eine Parzelle auf dem Kunstrasenplatz gekauft. Nun wurde sie seit Tagen noch nicht freigeschaltet.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung. Das Geld wird durch die Banken transferiert und bei uns auf dem Konto als Eingang verbucht. Danach muss der Abgleich resp. die Freischaltung auf der Webseite manuell erfolgen. Da wir neben unserem ehrenamtlichen Engagement für den FC Rafzerfeld noch einer bezahlten Tätigkeit nachgehen müssen und eine Familie haben, erfolgt dieser Abgleich meist zwei Mal in der Woche, wobei es auch einmal ein paar Tage länger gehen kann. Für die Wartezeit bitten wir um Entschuldigung und danken für das Verständnis. Sollte nach einer Woche noch immer nichts freigeschaltet sein, so dürfen sie sich gerne per E-Mail auf
Fragen zum Kunstrasenprojekt
Was beinhaltet das Kunstrasenprojekt überhaupt?
Im Projekt vorgesehen ist die Erneuerung der beiden Fussballplätze in Hüntwangen nähe des Bahnhofs Hüntwangen-Wil sowie des sich dort befindlichen «Hüttli» (Garderoben, Duschen und kleinem Clublokal) sowie des «Materialschuppens». Der Platz «Bahnhof» (näher beim Bahnhof) soll mit Kunstrasen erneuert werden. Ebenfalls soll ein Neubau mit mehr Garderoben und weiteren Duschen entstehen. Und zu guter Letzt soll der Naturrasen beim Platz «Eichen» hinten durch einen tragfähigen Fussballrasen mit Unterbau und Belichtung ersetzt werden.
Braucht es überhaupt eine Sanierung und Erneuerung?
Die Infrastruktur ist seit rund 30 (Bau Hüttli 1995) Jahren dieselbe geblieben. Die Plätze sind bereits einige Jahre länger «in Gebrauch» (1956 und 1976). Aufgrund der steigenden Anzahl von fussballbegeisterten Kindern und Jugendlichen in unserem Einzugsgebiet sowie der erfreulichen Entwicklung im Frauenfussball reichen die Plätze wie auch die Garderoben rein platzmässig nicht mehr aus.
Was heisst, die Plätze reichen nicht mehr aus? Kann man den nicht einfach ein weiteres Rasenfeld einzäunen statt teuer die Felder zu sanieren resp. mit Kunstrasen zu ersetzen?
Natürlich könnte man einfach die Plätze «begradigen» und neu ansäen und eine weitere Wiese abstecken. Davon abgesehen, dass der Platz für einen dritten Fussballplatz zuerst gefunden werden muss, haben wir mit der Belastbarkeit der Plätze ein Grundsatzproblem, je «einfacher» sie gebaut sind. Vereinfacht gesagt, je weniger Aufwand für einen Fussballplatz beim Bau betrieben wird, desto weniger kann der Platz im Anschluss genutzt werden, soll er nicht sofort wieder «neu» gemacht werden. Unsere Fussballplätze sind – Stand heute – sehr bodennahe gebaut (vide nächste Frage).
Was bedeutet Belastbarkeit der Plätze?
Die Belastbarkeit eines Fussballplatzes kann «umgerechnet» werden in Spiel- und Trainingsstunden, die darauf gespielt werden können. Belastbarkeit meint in diesem Fall also, wie viele Stunden im Schnitt auf einem Platz pro Jahr gespielt werden kann, ohne dass der Boden «kaputt» geht. Dabei spielen natürlich verschiedene Faktoren mit, aber von Experten für Fussballplätze wurden uns für unsere Planung folgende Zahlen mitgegeben:
- Die Belastbarkeit einer «Naturwiese» ist viel tiefer ist als wenn man einen Boden mit Unterbau, Drainage und speziellem Rasen ansät. Die Plätze in der bodennahen Bauweise, wie sie heute vorhanden sind in Hüntwangen, werden – bei einer angenommenen Spielbetriebszeit pro Jahr von 34 Wochen (März bis Oktober) – von Experten im Schnitt mit rund 20 Stunden in der Woche / 580 Stunden im Jahr gerechnet.
- Ein Platz mit Drainschichtbauweise, wie sie für den Platz «Eichen» angedacht ist, kann bereits rund 30 Stunden die Woche / 900 Stunden im Jahr benützt werden (wobei das «Jahr» auch bei dieser Platzart durch das Winterwetter verkürzt wird.
- Ein Kunstrasenplatz wird mit circa 50 Stunden pro Woche / 1300 Stunden im Jahr gerechnet. Ein solcher Platz kann – abgesehen von Schnee oder Eis – grundsätzlich immer benutzt werden.
Wieviele «Betriebsstunden» werden denn überhaupt benötigt?
Zum heutigen Zeitpunkt werden in Hüntwangen rund 1’300 Stunden benötigt, in der Zukunft werden es noch mehr Stunden sein. Aufgrund des Alters wären eigentlich «nur» 500 Stunden möglich. Wir strapazieren also zum Einen die heute bestehenden Fussballplätze «über Gebühr» und weichen zum Anderen auf andere Plätze aus, soweit es uns möglich ist.
Mit der angestrebten Lösung werden massiv mehr Betriebsstunden möglich sein. Aufgrund der bisherigen Entwicklung hochgerechnet decken wir so den steigenden Bedarf für die nächsten zehn Jahre sicher ab.
In Rafz sind ja bereits zwei Fussballplätze. Das reicht dann doch.
In der obigen Aufstellung wird nur auf Berechnung Hüntwangen eingegangen. Wir haben aber natürlich die beiden Plätze in Rafz miteinbezogen für die Gesamtrechnung an Stunden und das Ergebnis – Notwendigkeit der Erneuerung der Infrastruktur in Hüntwangen – bleibt gleich.
Aber bei den Schulhäusern im Rafzerfeld hat es doch auch Fussballplätze. Das würde doch auch Kapazität geben.
Diese Plätze dürfen wir bereits heute zu einem Teil nutzen. Den Schulgemeinden sind wir dafür sehr dankbar. Leider ist diese Nutzung aber nicht die Lösung für unser Problem, weil die Plätze ebenfalls (bodennaher) Naturrasen sind, die Beleuchtung an einigen Orten nicht gegeben ist und vorallem, die Plätze für die meisten Junioren und Juniorinnen «zu klein» sind und somit ein Training nur bis zu einem gewissen Punkt Sinn macht. Ebenfalls müssen wir Material vor Ort lagern können, sonst müssen es unsere Trainer jedes Mal vor Ort fahren (und im dümmsten Fall nass und schmutzig wieder wegtransportieren nach dem Training (und dies im Privatfahrzeug)).
Auch sind die Felder – naturgemäss – nicht nach unseren Bedürfnissen gezeichnet, was wiederum ein «richtiges» Training erschwert. (Als Erklärung, je nach Kategorie (d.h. Alter) spielen die Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlich vielen Mannschaftsmitgliedern als Team (startet bei drei Kindern pro Team und steigert sich dann zum «11-er» Fussball). Dies wiederum bedeutet, unterschiedlich grosse Spielfelder und andere Linienzeichnungen auf dem Rasen, verschiedene Torformate, verschiedene Ballgrössen usw. Diesbezüglich haben es unsere Veteranen am einfachsten, da sie keinen 11-er Platz mehr benötigen, aber die dort stehenden Tore und Linien nutzen können.
All diese Berechnungen zu den benötigten Spiel- und Trainingsstunden können falsch sein. Vielleicht will in 10 Jahren kein Mensch mehr Fussball spielen!
Das ist möglich, wenn auch in dieser extremen Variante unwahrscheinlich. Wir haben unsere Berechnungen nach besten Wissen und Gewissen mit den Zahlen aus der Vergangenheit mit der heute erwarteten Entwicklung des Rafzerfeld und seinen Einwohnern getätigt. Wie die Zukunft wirklich sein wird, können wir aber nicht definitiv voraussehen. Was wir sicher wissen, zum heutigen Zeitpunkt deckt unsere Infrastruktur unseren Bedarf bei Weitem nicht mehr ab und wir sind am Anschlag. Auch verursacht dieser Zustand unnötige Aufwendungen, zeitlich und finanziell.
Was ist den Kunstrasen überhaupt?
Kunstrasen ist künstlich nachgemachter Rasen. Vereinfacht gesagt werden verschiedene Schichten als «Boden» aufeinander gefügt sowie Rasen aus Kunststoff als oberer Abschluss darübergelegt. Danach wird alles noch verfüllt.
Ich finde Plastik doof und finde Naturrasen besser.
Auch wir finden Plastik in der Natur im Grundsatz doof und möchten so wenig Mikroplastiken wie möglich freisetzen. Dafür wurde bei uns mit einem unverfüllten Kunstrasen gerechnet, da dieser diesbezüglich «besser» ist. Ein Minimum an «Verschmutzung» kann aber bei aller Sorgfalt nicht vermieden werden. Durch einen Kunstrasen vor Ort werden aber die Wege zu einem möglichen Trainingsort bei schlechter Witterung kürzer, womit weniger Autofahrstunden (Abrieb Reifen, Ausstoss Abgase usw.) nötig sind. Weiter klingt «Naturrasen» zwar natürlicher, bietet aber im Falle eines Fussballrasens den Insekten aber auch keinen attraktiven Lebensraum, sondern nur eine grüne Ödnis, da es sich nur um Rasen und nicht um Blumen und diverse Gräser handelt, welche ausblühen und versamen dürfen.
Bei optimaler Ausnutzung erreichen unverfüllte Kunststoffrasensportfelder eine deutlich geringere (negative) Umweltauswirkung pro Nutzungsstunde als (bodennahe) Naturrasen. Mit einer «umweltfreundlichen» Bepflanzung auf der restlichen Anlage kann weiter in unseren Augen einiges aufgefangen werden.
Als Nebengedanke – der Japankäfer, welcher sich zwei Jahren von Kloten her ausbreitet – wird früher oder später auch das Rafzerfeld erreichen. Die Rasenplätze werden dannzumal mit den heutigen Bekämpfungsmethoden für Monate, wenn nicht sogar für das ganze Jahr - unbespielbar sein. Das heisst dann de facto für unseren Verein, dass wir allenfalls ein, allenfalls aber auch alle Plätze nicht zur Verfügung hätten und den Trainings- und Spielbetrieb teilweise oder sogar ganz einstellen müssten. Kloten konnte sich mit einem Kunstrasenplatz geradeso über den Trainings- und Spielbetrieb retten und erhält nun zwei weitere Kunstrasenplätze, um dies aufzufangen.
Der Kunstrasen nützt aber nur dem Fussball.
Natürlich nutzt der Kunstrasen zu einem grossen Teil dem Fussballclub. Aber nicht nur wir «Fussballer» sind daran interessiert, auch die «Rafz Bulldogs» vom Flag Football könnten einen Kunstrasen «gut» benötigen (www.rafz-bulldogs.ch).
Weiter handelt es sich beim angedachten Kunstrasen um einen «multifunktionalen» Kunstrasen, welcher auch für andere Sportarten inkl. Turnveranstaltungen geeignet wäre.
Was passiert denn, wenn es keinen Kunstrasen und keine neuen Garderoben gibt?
Der Verein FC Rafzerfeld ist bestrebt, den fussballbegeisterten Mädchen und Jungen im Grossraum Rafzerfeld die Möglichkeit zu geben, ihre Leidenschaft für den Fussball auszuleben. Ohne Kunstrasen und zeitgemässe Infrastruktur ist dies in der heutigen Zeit nahezu unmöglich (Auflagen vom Verband, Planbarkeit des Spielbetriebs etc.). Seit einigen Jahren «strecken» wir uns nach der sprichwörtlichen Decke und sind unseren Trainerinnen und Trainer sehr dankbar, nehmen sie den Mehraufwand auf sich und halten den Trainingsbetrieb trotz schwieriger Rahmenbedingungen aufrecht. Langfristig können wir dies aber eher nicht durchhalten und müssten anfangen, Mannschaften zu streichen.
Wäre ja auch nicht schlimm, würde der Verein kleiner. Die Kinder könnten ja woanders spielen und / oder die Sportart wechseln.
Im Grundsatz ist dies richtig. Der Verein kann Mannschaften streichen und die Eltern könnten ihre Kinder woandershin fahren resp. die Kinder könnten auch eine andere Sportart ausüben. Und ja, möglicherweise würde sich das eine oder andere Kind für eine andere Sportart als sehr begabt zeigen und der erzwungene Wechsel wäre ein «Gewinn».
Dass wir dies als Fussballverein schade finden und es für den Fussball ein Verlust wäre, ist das Eine und kann durchaus mit einem «Schulterzucken» abgetan werden.
Das Andere ist, heute spielen über 350 Kinder und Jugendliche beim FC Rafzerfeld und weitere Dutzend Kinder stehen auf der Warteliste. Die Kapazitäten der anderen Vereine im Grossraum Rafzerfeld ist nicht unendlich (wenn nicht bereits heute ebenfalls erschöpft) und auch Eltern können bei aller Liebe für den Nachwuchs nicht unendlich lange Wege fahren.
In unseren Augen ist «kein Sport» keine Alternative für unsere Jugend. Müssen wir forfait geben aufgrund unseres Infrastrukturproblems, könnte dies aber unserer Einschätzung nach für das eine oder andere Kind dann die Realität sein.
Wie teuer ist das Projekt überhaupt?
Basierend auf der heutigen Planung (+/- 20%) rund 6.6 Millionen.
Das Projekt ist unglaublich teuer, vergoldet ihr eure Wasserhähne?
Nein, leider nicht. Wir haben über ein Jahr Zeit investiert, um eine mutmasslich günstigere Variante zu finden. Wichtigste Erkenntnis daraus, selbst bei einem Bezug von Containern aus dem Ausland fahren wir nicht wesentlich günstiger. Denn schlussendlich sind es gerade so wichtige Punkte wie die Haustechnik und der Platzaufbau, die nicht kostengünstiger zu haben sind. Wir setzen alles daran, so «günstig» wie möglich zu bauen. Das heisst für uns, so hochwertig wie nötig zu bauen, um eine möglichst langlebige und damit auch im Unterhalt kostengünstige Infrastruktur zu haben. Und dies so «billig» wie möglich. Ohne goldene Wasserhähne, sondern so funktional und praktisch wie möglich.
Dann macht das Projekt kleiner. Braucht es zum Beispiel solch grossen Garderoben und soviele Duschen?
Wir benötigen für den Spielbetrieb zwei Plätze mit der oben genannten Kapazität an Betriebsstunden. Vom Fussballverband aus gibt es Vorgaben, was an Infrastruktur (Garderoben etc.) zu bauen ist beim Betrieb von zwei Plätzen. Diese Vorgaben müssen wir einhalten. Deshalb ist auch eine «kleine» Renovation des Gebäudes nicht günstig zu haben. Sobald wir etwas verändern, müssen für die Abnahme der Plätze etc. die Vorgaben des Verbandes eingehalten werden. Da unsere Infrastruktur nach 30 Jahren (und mehr) Betrieb diese Vorgabe nicht erfüllen kann, können wir nicht «nur ein bisschen» renovieren.
Wie geht es denn nun mit dem Projekt weiter?
Der FC Rafzerfeld nutzt das Jahr 2025, um den Grossraum Rafzerfeld über das Projekt zu informieren, Spenden zu sammeln und möglichst viele Sponsoren für das Projekt zu gewinnen. Gegen Ende Jahr wird die Bevölkerung über die finanzielle Beteiligung der Gemeinden abstimmen dürfen. Steht die Finanzierung danach, werden wir im Frühling 2026 den Bau des Kunstrasenprojektes starten.
Weshalb braucht es dann die Gemeinden? Geht es denn nicht ohne?
Der FC Rafzerfeld hat vor 30 Jahren beim Bau des Clubhaus in Hüntwangen für die Infrastruktur in Hüntwangen verdankenswerterweise Unterstützung von den Gemeinden des Rafzerfeld erhalten. Nun muss die seither unveränderte Infrastruktur erneuert werden. Eine solche Investition ohne die Gemeinden zu stemmen ist dem FC Rafzerfeld nicht möglich.
Was passiert, wenn die Weltwirtschaft weiter durchgeschüttelt wird und alles noch viel teurer wird?
Wir können nicht in die Zukunft schauen, aber unser Bestes geben. Das Projekt wurde zwei Mal durchgeprüft und «verhebet» in seiner heutigen Form aufgrund der heutigen Berechnungen. Wie sich die Weltwirtschaft und die Preise entwickeln liegt nicht in unserer Macht. Wir können aber nicht auf die möglicherweise besseren Zeiten warten und wie sich die Zukunft entwickelt, wissen wir auch erst mit Sicherheit, wenn sie Vergangenheit ist.
Unsere Jugend braucht jetzt den zusätzlichen Platz für die Trainings und Spiele von heute und morgen. Wir sind bereit als Fussballverein Rafzerfeld für unsere (Fussball-) Jugend heute den Effort mit diesem Projekt zu leisten und den Kindern und Jugendlichen damit auch in Zukunft eine sportliche Heimat zu bieten. Für die Finanzierung benötigen wir IHRE Unterstützung, damit wir das Projekt in seiner heutigen «Berechnungsform» umsetzen können. Je nach Entwicklung der Weltwirtschaft und der Preissituation werden wir die allenfalls nötigen Redimensionierungen vornehmen.
Was passiert denn, wenn die Finanzierung nicht ganz zu stehen kommt?
Wir setzen Prioritäten und verwirklichen das Projekt soweit wie möglich nach Reihenfolge der Prioritäten. Kurz gesagt, wir geben alles, den Kindern und Jugendlichen im Grossraum Rafzerfeld mit ihrer Unterstützung in der Zukunft ihr Hobby «Fussball» weiter zu ermöglichen. Das heisst, wir verwenden alle getätigten Spenden für den FC Rafzerfeld zur Zeit (Beginn Sportjahr 2024 / 2025) für das Kunstrasenprojekt.
In einem ersten Schritt heisst dies, es wird so eingesetzt wie im Gesamt-Projekt geplant. Dabei orientieren wir uns schlussendlich an der (finanziellen) Realität und nutzen das Geld bei einer «gescheiterten» Kunstrasenprojektfinanzierung für die grösstmögliche Teilumsetzung unseres Kunstrasen-Projektes. Im «dümmsten» Fall bedeutet dies lediglich eine «Mindestaufbesserung» unserer Platz-Infrastruktur, wir werden aber auf alle Fälle jeden gespendeten Franken unserer Jugend in Form einer «bestmöglich» erneuerten Infrastruktur zugute lassen kommen, damit wir auch in Zukunft möglichst vielen fussballbegeisterten Kindern und Jugendlichen ihr Hobby ermöglichen können.
Was passiert, wenn eine oder mehrere Gemeinden das Projekt ablehnen?
Sollte eine oder mehrere Gemeinden die Beteiligung ablehnen, setzt der FC Rafzerfeld klare Prioritäten und realisiert das Projekt im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten schrittweise. Ziel bleibt in jedem Fall, Kindern und Jugendlichen im Grossraum Rafzerfeld auch künftig das Fussballspielen zu ermöglichen. Sämtliche bereits getätigten Spenden werden vollständig und zweckgebunden für das Kunstrasenprojekt eingesetzt. Je nach Finanzierungssituation erfolgt entweder eine Teilumsetzung gemäss Prioritäten oder – im ungünstigsten Fall – eine Mindestverbesserung der bestehenden Infrastruktur. Jeder gespendete Franken kommt der Jugend in Form einer bestmöglich erneuerten Sportanlage zugute.
Wie verteilen sich die rund 450 Mitglieder auf die Gemeinden? Entspricht dies dem angewandten Verteilschlüssel?
Auf Wunsch der Gemeinden wurde der Verteilschlüssel auf Basis der Mitgliederzahlen festgelegt. Die Verteilung der Mitglieder auf die einzelnen Gemeinden deckt sich dabei weitgehend mit den jeweiligen Einwohnerzahlen. Der gewählte Schlüssel ist somit sachgerecht und nachvollziehbar.
Zahlen Mitglieder aus Nicht-Trägergemeinden höhere Mitgliederbeiträge? Wenn nein: Warum beteiligen sich diese Gemeinden nicht am Projekt?
Der FC Rafzerfeld überarbeitet derzeit seine Statuten sowie die zugehörigen Reglemente. Ab Inbetriebnahme des Kunstrasens ist vorgesehen, dass Mitglieder aus Gemeinden, die sich nicht am Projekt beteiligen und/oder ihre Vereinsunterstützung einstellen, einen höheren Mitgliederbeitrag leisten. Damit wird eine faire Kostenverteilung zwischen beteiligten und nicht beteiligten Gemeinden angestrebt.
Welchen Vorteil haben Mitglieder aus Trägergemeinden gegenüber jenen aus Nicht-Trägergemeinden?
Mitglieder aus Trägergemeinden profitieren indirekt von der finanziellen Unterstützung ihrer Wohngemeinde, da diese zur Realisierung und zum Unterhalt der Sportanlage beiträgt. Dadurch können die Mitgliederbeiträge für diese Personen tiefer gehalten werden.
Gibt es bei Annahme der Initiative eine Leistungsvereinbarung zwischen dem FC Rafzerfeld und den Gemeinden?
Eine formelle Leistungsvereinbarung ist derzeit nicht vorgesehen und wurde von den Gemeinden bislang auch nicht verlangt. Der FC Rafzerfeld engagiert sich bereits heute aktiv im Gemeindeleben der Trägergemeinden und ist offen, bei Bedarf weitergehende Vereinbarungen gemeinsam mit den Gemeinden zu prüfen.
Wer verantwortet die Umsetzung des Bauprojekts mit einem Volumen von rund CHF 6.3 Mio.? Gibt es eine unabhängige Baukommission?
Der FC Rafzerfeld hat für das Projekt eine Finanz- und eine Baukommission eingesetzt. Eine direkte Einsitznahme der Gemeinden wurde im Verlauf der Projektentwicklung von deren Seite abgelehnt. Der Verein ist jedoch offen, für die Umsetzungsphase zusätzliche Formen der Zusammenarbeit oder Berichterstattung gegenüber den Gemeinden zu vereinbaren.
Sind weitere Informationsveranstaltungen oder Diskussionsrunden geplant?
Ja. Der FC Rafzerfeld plant bis zu den Abstimmungen mehrere Informationsveranstaltungen in den beteiligten Gemeinden. Ziel ist es, das Projekt transparent vorzustellen und Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten. Zusätzlich können Anregungen und Rückmeldungen jederzeit per E-Mail oder über das Feedbackformular auf der Vereinswebsite eingereicht werden.
Warum sind die Gemeinden gegen das Kunstrasenprojekt?
Nach unserem Verständnis liegen die Hauptbedenken bei den einmaligen Investitionskosten (aktuell rund 6,3 Mio. CHF) sowie beim jährlichen Unterhalt – insbesondere bei der Frage, ob diese Kosten vollständig vom FC Rafzerfeld getragen werden sollen. Zudem besteht die Sorge, dass eine so hohe Summe einem privaten Verein „geschenkt“ würde.
Die Investitionssumme ist hoch, ohne Frage. Allerdings lassen sich vergleichbare Anlagen auch mit Varianten (z. B. Containerlösungen) erfahrungsgemäss nicht wesentlich günstiger realisieren. Gleichzeitig handelt es sich nicht um ein „Geschenk an Private“ im klassischen Sinn: Der FC Rafzerfeld ist ein gemeinnütziger, öffentlich zugänglicher Verein – jede Person kann Mitglied werden, und auch andere Vereine können von der Anlage profitieren. Zudem ist in den Statuten zukünftig geregelt, dass bei einer allfälligen Auflösung des Vereins das Vermögen durch den SFV oder die Gemeinde verwaltet wird und grundsätzlich einem Sportverein zugutekommt. Eine Veräusserung mit Gewinnverteilung an Mitglieder ist bereits heute ausgeschlossen.
Unabhängig davon begrüsst der FC Rafzerfeld die Überlegungen der Gemeinden, die Sportanlage langfristig in einer gemeinsamen Trägerschaft zu führen.
Kann der FC Rafzerfeld den Unterhalt der neuen Anlage überhaupt bezahlen? Das ist ja alles viel grösser und teurer als der vorherige Bau – also auch teurer im Unterhalt.
Nach unseren Berechnungen kann der FC Rafzerfeld den jährlichen Unterhalt der neuen Anlage finanzieren – unter der Voraussetzung, dass die jährliche Vereinsunterstützung durch die Gemeinden im bisherigen Rahmen weiterhin erfolgt. Was der Verein – wie bereits heute – nicht leisten kann, ist über 15 bis 30 Jahre genügend Mittel anzusparen, um eine umfassende Sanierung oder einen Ersatzbau später vollständig eigenständig zu finanzieren.
Beim jährlichen Unterhalt erwarten wir eine teilweise Verschiebung der Kosten:
- Mehrkosten entstehen voraussichtlich durch zusätzliche Infrastruktur (z. B. mehr Garderoben) und höheren Reinigungsaufwand.
- Entlastungen ergeben sich hingegen beim Platzunterhalt: Der Mähaufwand für den heutigen Rasenplatz reduziert sich deutlich (mindestens um die Hälfte), ebenso die Entsorgungskosten für Grüngut. Auch das Markieren des Spielfelds wird weniger häufig nötig sein als beim Naturrasen, was Material- und Arbeitsaufwand reduziert.
Zusätzlich gehen wir davon aus, dass der Neubau verschiedene heutige Problempunkte entschärft: Regenwasser soll zurückgehalten und für die Bewässerung genutzt werden; ein professioneller Unterbau und eine Drainage führen zu einer stabileren Spielfläche und reduzieren den Aufwand für Ausbesserungen (Ausebnen, Nachsäen). Auch bei den Heizkosten erwarten wir trotz grösserem Volumen keine überproportionale Steigerung, da ein Neubau nach heutigen Standards deutlich besser gedämmt ist als das bestehende Gebäude.
Zur Absicherung hat die Generalversammlung 2025 zudem beschlossen, die Mitgliederbeiträge ab Realisierung des Kunstrasens zweckgebunden zu erhöhen, um die laufende Finanzierbarkeit zusätzlich zu stärken. Vor diesem Hintergrund begrüsst der FC Rafzerfeld auch die Diskussionen über eine gemeinsame Trägerschaft der Sportanlage.
Wie und wann soll das Projekt umgesetzt werden?
Wenn die Abstimmungen im Juni 2026 wie erhofft zugunsten des Kunstrasenprojekts ausfallen, ist folgende Umsetzung vorgesehen:
- Oktober 2026: Baustart für Kunstrasenfeld und Gebäude („Hüttli“).
- Frühling 2027: Inbetriebnahme des Kunstrasenplatzes; anschliessend Erneuerung des Platzes Eichen.
- Herbst 2027: Platz Eichen wieder bespielbar (Rasen angewachsen); die gesamte Anlage inkl. Gebäude ist voll nutzbar.
Damit wäre der Winter 2026/2027 der letzte Winter, in dem wir voraussichtlich grösstenteils auf Hallen und Ausweichmöglichkeiten angewiesen sind.
Wenn die Gemeinden das Projekt nicht unterstützen, dann finden die Gemeinden das Projekt wohl nicht gut.
Von den Gemeinden haben wir mehrfach die Rückmeldung erhalten, das Projekt gefalle ihnen sehr gut und der Bedarf dafür sei unbestritten. "Stein des Anstosses" sind einerseits die heute prognostizierten Baukosten. Das die Kosten hoch sind können wir nicht bestreiten, aber nach 30 Jahren ohne Investitionen haben sich nun leider sämtliche Bedürfnisse kumuliert. Der FC Rafzerfeld ist bestrebt, das Projekt so kostenbewusst wie möglich umzusetzen. Eine Umsetzung in Teilschritten, um die finanzielle Belastung der Gemeinden pro Jahr zu senken, wäre aus Sicht des FC Rafzerfeld deshalb im Grundsatz denkbar. Weiter führen die Gemeinden als Gegenargument an, das sie möchten, das das Projekt langfristig inklusive Betrieb gesichert ist. Auch hier begrüsst der FC Rafzerfeld die Einstellung der Gemeinden. Erfreulicherweise ist der Betrieb der geplanten Anlage (gesamtes Kunstrasenprojekt des FC Rafzerfeld) finanziell unter den heutigen Rahmenbedingungen (z.B. Weiterführung der heutigen Vereinsunterstützung) soweit gedeckt, als das die jährlichen Unterhaltsarbeiten finanziert werden können. Eine Gesamterneuerung der Anlage (circa im Jahr 2060) resp. auch die erwartete Teilsanierung (circa 2045 fällig) wird unter den heutigen Voraussetzungen allerdings wiederum nur mit Unterstützung der Gemeinden bewerkstelligt werden können.
Wenn bereits heute klar ist, dass circa im Jahr 2045 resp. circa im Jahr 2060 wiederum Gelder von den Gemeinden benötigt werden, warum fragt man nicht bereits heute danach an?
Der FC Rafzerfeld plante deswegen ursprünglich zwei Initiativen pro Gemeinde resp. überlegte sich, die jährlichen Rückstellungen für die Sanierungen in der heutigen Einzelinitiative mitanzufragen. Aus den Gesprächen mit den Gemeinden wurde dem FC Rafzerfeld klar, das die Gemeinden diese jährlichen Rückstellungen im Budget noch weniger begrüssen würden als die jetzige Einzelinitiative. Aus diesem Grund wurde darauf verzichtet. Der FC Rafzerfeld würde es sehr begrüssen, wenn die Gemeinden nun in ihrem Gegenvorschlag eine solche Langfristigkeit miteinbringen würden.
Ich habe Angst, danach mehr bezahlen zu müssen.
Wir können über die effektiven Auswirkungen des Projekts resp. des jeweiligen Gemeindebeitrages keine verbindlichen Aussagen machen, was die effektiven Auswirkungen auf die Steuern betrifft. Die Zusammensetzung des Steuerfusses ist von diversen Faktoren abhängig. Wir haben zusammen mit Personen, welche sich mit Gemeindefinanzen gut auskennen, die Auswirkungen rein rechnerisch versucht nachzuvollziehen. Grundsätzlich könnte eine Erhöhung des Steuerfusses in den Trägergemeinden möglich sein, wobei die von uns errechnete Auswirkungen in den betroffenen Gemeinden unter / um 0.5% liegen würde.
Wir sind uns bewusst, das dies ebenfalls viel Geld ist für den Einzelnen. Schlussendlich wird das Geld aber in das Wohl der Kinder und Jugendlichen gesetzt, welche so weiterhin eine sinnstiftende Freizeitbeschäftigung zur Verfügung haben werden. Und auch wenn es nun allenfalls etwas reisserisch ausgedrückt ist, aber jeder Jugendliche, der deshalb nicht "auf die schiefe Bahn" gerät, kostet so schlussendlich den Steuerzahler weniger über die Jahre.
Wir haben gehört, es soll einen Gegenvorschlag geben. Warum wartet der FC Rafzerfeld nicht einfach auf den Gegenvorschlag der Gemeinden?
Die Gemeinden hatten uns Ende 2025 die Ausarbeitung eines Gegenvorschlages in Aussicht gestellt. Leider erhielten wir Ende Januar 2026 den Bescheid, dass die Gemeinden keinen Gegenvorschlag ausarbeiten werden, sondern nun einmal diese Abstimmungen abwarten werden. Je nach Ausgang dieser Abstimmungen werden die Gemeinden danach das Gespräch resp. die Ausarbeitung einer Lösung an die Hand nehmen. Unabhängig davon ist der FC Rafzerfeld an der Zusammenarbeit mit den Gemeinden sehr interessiert und begrüsst bereits heute die dannzumal in Aussicht gestellten Gespräche. Uns ist bewusst, dass man es uns als "Dränglen" auslegen kann, das wir hier diesen Weg der Einzelinitiativen wählen. Leider ist es uns in der Vergangenheit aber nicht gelungen, die Gemeinden für die direkte Zusammenarbeit und Lösungsfindung zu aktivieren. Da uns Infrastrukturmässig die Zeit effektiv davonläuft, müssen wir diesen Weg wählen. Wir möchten aber nochmals betonen, dass uns die Zusammenarbeit mit den Gemeinden wichtig ist und wir davon überzeugt sind, dass das Motto des FC Rafzerfeld "Zäme sind mr stark" auch in dieser Situation gilt.
Wir möchten hier auf den Artikel sowie das Inteview mit Daniel Morf, unserem Projektleiter, im Züriunterland24.ch verweisen. https://fcrafzerfeld.ch/kunstrasenprojekt/neue-sportanlage-presse/kunstrasen-stopp-gespraeche-zu24-2
Warum arbeitet eigentlich der Verein eine Lösung aus und nicht die Gemeinden?
Das Projekt wurde vom FC Rafzerfeld im Jahr 2023 offiziell angestossen und unser Projektleiter Daniel Morf eingesetzt. Im Jahr 2024 hat er die Gemeindepräsidenten von Eglisau, Rafz, Hüntwangen, Wasterkingen und Wil das erste Mal förmlich über unsere Infrastrukturprobleme, die Notwendigkeit der Sanierungen und des Ausbaus sowie über unsere Lösungsideen informiert. In der Folge führte er im Jahr 2024 mit allen Gemeindevertretern Gespräche bezüglich der Platzwahl (Standortprüfung). Ebenfalls wurde das Projekt von ihm nochmals überarbeitet und dabei auf die geäusserten Wünsche der Gemeindevertreter eingegangen. Das überarbeitete Projekt wurde den Gemeindepräsidenten im Jahr 2025 erneut präsentiert. Da das Projekt trotz der Prüfung von verschiedenen Alternativen (z.B. Containern) nicht günstiger gemacht werden konnte, wurde es von den Gemeinden weiterhin abgelehnt. Aus verschiedenen Gründen konnten sich die Trägergemeinden des FC Rafzerfeld in den vergangenen zwei Jahren im Bezug auf die Gestaltung und Umsetzung des Projekts nicht auf ein gemeinsames Vorgehen festlegen.
Da aufgrund der Ausgangslage (Platzsituation, Zustand Infrastruktur usw.) eine baldige Lösung notwendig ist, haben wir uns entschieden, die Einzelinitiativen in den jeweiligen Gemeinden einzureichen und aufrechtzuerhalten.
Wir befürchten, der FC Rafzerfeld geht aufgrund der Unterhaltskosten für das neue Gebäude bankrott.
Auf die Tragbarkeit der Unterhaltskosten gehen wir in einer anderen Frage konkret ein. Bezüglich der Konkursgefahr möchten wir an dieser Stelle mitteilen, dass die finanzielle "Hauptgefahr" zum heutigen Zeitpunkt ganz klar von der über 30-jährigen Liegenschaft in Hüntwangen ausgeht. Wir hatten bereits diverse Probleme mit dieser Liegenschaft, die nun in einem Alter ist, in welcher sie eine Totalerneuerung benötigt. Eine Totalerneuerung dieses (sehr kostengünstig) gebauten Baus lohnt sich energetisch und finanziell grundsätzlich nicht. Und - der FC Rafzerfeld kann sich eine Totalerneuerung schlicht und ergreifend auch nicht leisten ohne die Unterstützung der Gemeinden. Das wäre, als müssten die turnhallenbenützenden Vereine ihre Turnhallen selber bauen und erneuern. Dies ist etwas, was es so nicht gibt.
Die Zeit ist zu kurz, da hatten die Gemeinden logischerweise keine Zeit einen Gegenvorschlag auszuarbeiten.
Das Projekt ist im Grundsatz fertig ausgearbeitet. Ein Gegenvorschlag über eine gestaffelte Umsetzung hätte also beispielsweise nicht viel Zeit bei der Ausarbeitung gekostet.
Da die Gemeinden nun klar gemacht haben, dass sie erst nach den Abstimmungen weiter über das Projekt sprechen werden, bleibt uns folgendes festzuhalten: Auch nach den Abstimmungen sind wir an einer gemeinsamen Zusammenarbeit interessiert und gehen gerne auf Lösungen ein. Und salopp ausgedrückt: die Gelder, über welche jetzt abgestimmt werden, werden für die Infrastruktur benötigt, unabhängig davon, wie die Umsetzung betreffend Trägerschaft der Anlage danach aussehen wird. Abgestimmt muss in jedem Fall darüber werden, die Abstimmung kann also auch bereits heute erfolgen und die Gemeinden können auch im Nachgang einen Vorschlag zur langfristigen Trägerschaft der Anlage durch die Gemeinden ausarbeiten.
Warum staffelt ihr eigentlich das Projekt zeitlich nicht gleich selber bei der Umsetzung?
Das Projekt im Ganzen zu präsentieren war uns wichtig, damit wir nicht den Eindruck erwecken, eine "Salamitaktik" anzuwenden. Auch ist es für uns in der Planung einfacher, alles miteinander zu planen. Wir können so auch Kosten und Synergien beim Bau sparen.
Warum wird dann von den Gemeinden nicht ein gemeinsamer Trägerverein (analog Forst) gebildet?
Dieser Vorschlag wurde vom FC Rafzerfeld den Gemeinden gemacht. Diese Lösung ist aber schlussendlich eine politische Angelegenheit und kann nicht vom FC Rafzerfeld entschieden werden.
Was leistet der FC Rafzerfeld den an das Projekt?
Der FC Rafzerfeld rechnet mit Eigenleistungen, Rücklagen sowie bereits gewonnenen Sponsoren (Materialsponsoring) von rund einer Million Franken Beteiligung am Projekt. Für uns als Verein ein grosser Betrag und wir danken allen Beteiligten, die diese Summe möglich gemacht haben. Zusätzlich rechnen wir mit ZKS-Geldern für diesen Bau, so das am Schluss rund 1.6 Milionen "vereinsseitig" gedeckt sind.
Ich bin Gewerbler. Ich sehe ihr rechnet mit Sponsorgeldern von rund CHF 350'000.00. Steuern könnten auch noch erhöht werden. Ich habe keine Lust soviel dafür zu zahlen.
Die Steuern können wir wie andernorts ausgeführt nicht abschliessend beeinflussen. Bei den Sponsorengeldern freuen wir uns sagen zu können, dass diese via Materialsponsoring bereits zustande kommen und bereits zugesagt wurden. In diesem Betrag ist also keine zusätzliche Belastung des lokalen Gewerbes enthalten. Natürlich freuen wir uns aber sehr, wenn das lokale Gewerbe uns mit einer zusätzliche Geld- oder Materialspende unterstützt.
Was passiert mit dem Fussballplatz in Rafz wenn Hüntwangen gebaut wird?
Wird da ebenfalls weitergespielt oder wird dieser geschlossen?
Dem FC Rafzerfeld fehlen heute rund 1000 Trainingsstunden, so wie die Situation sich jetzt präsentiert. Mit dem Kunstrasenfeld und der Erneuerung / Beleuchtung Eichen wird dieser Missstand behoben und Kapazität für die Zukunft (erwarteter Bevölkerungszuwachs im Rafzerfeld) geschaffen. Die Fussballfelder in Rafz benötigen wir weiterhin (dringend). Ohne diese Felder genügen die Kapazitäten trotz Kunstrasenfeld nicht.
Ich habe erfahren, das das Land, auf welchem der Kunstrasenplatz zu liegen kommen soll, Land der Gemeinde Hüntwangen ist und noch kein Vertrag besteht. Weshalb soll ich dann bereits
Der FC Rafzerfeld darf seit Jahrzehnten dankenswerterweise auf dem Land der Gemeinde Hüntwangen Sportanlagen betreiben. Ein entsprechender Baurechtsvertrag besteht bereits. Der aktuelle Vertrag läuft noch bis ins Jahr 2036, und die Gemeinde Hüntwangen hat sich bisher offen dafür gezeigt, diesen zu verlängern.




